Antonia Fehrenbach
Facebook:    Diese Seite teilen     Antonia Fehrenbach     Freunde der Feldmark von Schmalensee
Erzählen bedeutet neue Erfahrungen machen.  

Das Projekt: Segeberger Erzählertreffen


Wer seine Lebensgeschichte oder Episoden daraus für Familie, Freunde und andere Menschen festhalten möchte, schreibt sie auf oder lässt seine Biografie erstellen. Inzwischen werden Städte-Biografien in Museen als Kunstwerke ausgestellt. Weshalb also nicht die „Biografie“ eines Projektes verfassen?

Der 21. Mai 2010 ist die Geburtsstunde des Segeberger Erzählertreffens.

Sie, liebe Leser und Leserinnen, sind online mit dabei, können hier erfahren, wie es weiter geht, denn hier sollen alle wichtigen Schritte chronologisch festgehalten werden. Aktuelles finden Sie ganz oben, für die Anfänge müssen Sie zurückblättern. Es steht Ihnen frei, sich mit Ideen, Vorschlägen, Tipps und Geschichten an seinem guten Gedeihen zu beteiligen. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ihr Beitrag kann in Absprache mit Ihnen hier eingestellt werden.

Zum Kontaktformular


22. Februar 2012: Ganz ohne Spickzettel

von Stefanie Winter

Liebe Antonia

dein behutsames Fragen und deine Neugierde in der Vorbereitung auf das Erzählertreffen haben mich dazu eingeladen, dem Bedeutung zu schenken, was in mir an Erinnerungen, Geschichten und Gedanken zum Thema „Clownsein, Clownwerden“ und „Als Clown im Hospiz“ hochkam - und das war eine Menge (was ich vorher nicht wusste). Durch die Gespräche wurde mir klar, warum ich den Clown so liebe und wie lange er – teilweise „under cover“ oder unter anderem Namen - schon in mir lebte.
So fühlte ich mich gut vorbereitet auf das Erzählertreffen - was mich natürlich nicht hinderte, kurz vorher nervös in meinen Unterlagen zu blättern... Das hätte ich mir natürlich schenken können. Denn vieles erzählte ich, erzählten wir noch einmal ganz neu und es stiegen plötzlich noch ganz andere Geschichten in mir auf als die, die auf dem „Spickzettel“ standen. Ich wusste vorher nicht, dass mir Erzählen vor Publikum so Spaß machen kann! Und mit der Zeit ging es so leicht – und ich musste mich gar nicht verstellen. Womit wir wieder bei meiner Liebe zum Clown wären, der sich ja auch nicht verstellt.

Meine Freude und Leichtigkeit, die ich an dem Abend erleben konnte, führe ich ganz besonders darauf zurück, dass da Menschen zugehört haben und „mitgegangen“ sind. Ich habe in lachende, in nachdenkliche Gesichter geschaut, habe Kopfnicken gesehen - und das hat mich ermutigt, den Erzählfaden weiterzuspinnen. Ich habe gemerkt, dass Zuhören genauso wichtig ist wie Erzählen, vielleicht kommt das Erzählen auch aus dem Zuhören, beide sind jedenfalls Geschwister! A propos Geschwister: Da fällt mir ein, dass ich meinem Bruder früher sonntags vor dem Aufstehen Geschichten von Lotte und Motte erzählt habe, zwei Motten, die in der Tasche eines alten Wintermantels wohnten, und jeder Tag brachte ein neues Abenteuer...Übrigens gings damals auch wunderbar ohne Spickzettel.

Ich danke allen Beteiligten für den schönen Abend, besonders dir, Antonia, und Edda, der freundlichen Gastgeberin. Auch mein Hund hat sich übrigens bei euch wohl gefühlt, obwohl er keinen Ton gesagt und auch nicht wirklich zugehört hat...


Stefanie
weiter lesen...