Antonia Fehrenbach
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Erzählen bedeutet neue Erfahrungen machen.  

Das Projekt: Segeberger Erzählertreffen


Wer seine Lebensgeschichte oder Episoden daraus für Familie, Freunde und andere Menschen festhalten möchte, schreibt sie auf oder lässt seine Biografie erstellen. Inzwischen werden Städte-Biografien in Museen als Kunstwerke ausgestellt. Weshalb also nicht die „Biografie“ eines Projektes verfassen?

Der 21. Mai 2010 ist die Geburtsstunde des Segeberger Erzählertreffens.

Sie, liebe Leser und Leserinnen, sind online mit dabei, können hier erfahren, wie es weiter geht, denn hier sollen alle wichtigen Schritte chronologisch festgehalten werden. Aktuelles finden Sie ganz oben, für die Anfänge müssen Sie zurückblättern. Es steht Ihnen frei, sich mit Ideen, Vorschlägen, Tipps und Geschichten an seinem guten Gedeihen zu beteiligen. Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail. Ihr Beitrag kann in Absprache mit Ihnen hier eingestellt werden.

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17. Februar 2012: Rundum stimmig

Draußen war es bitter kalt. Dicke Schneeflocken fielen vom Nachthimmel und mit ihnen schneiten die Gäste herein. Sie hatten die Lichter in den Fenstern der Bismarckallee 5 gesehen, traten sich den Schnee von den Stiefeln, klopften die Kälte aus Jacken und Mänteln. Der Holzdielenboden der alten Villa knarrte gemütlich beim Eintreten, Brillengläser beschlugen und es roch nach kuscheliger Wärme und einem stimmungsvollen Abend. Weiße Tischdecken, Windlichter, ein paar Gläser, eine Handvoll Salzstangen hier und dort … . Edda hatte wieder einmal gezaubert und den Räumen der Villa Flath Atmosphäre eingehaucht. Der Charme des Privaten des ehemaligen Wohnhauses gefiel sich in der für ein Kulturhaus eigenen Aufgeschlossenheit wie eine Einladung zu einem „Open House“. Was wünschte man sich mehr für einen Abend, an dem erzählt und gelauscht werden durfte?

Ich war gespannt, wie es werden würde, aber nicht nervös. Eher verspürte ich eine freudige Erwartung auf eine „Inszenierung“, der viel Spielraum gelassen war. Wir hatten besprochen, wie wir anfangen und enden wollten, alles Weitere würde sich ergeben. Elke und Stefanie hatten mir im Vorfeld viel von ihren Erlebnissen als Clowns erzählt und wir vertrauten auf ihren großen Fundus an Anekdoten, der sie schon durch den Abend tragen würde. Tatsächlich entwickelten sich ihre Geschichten beim Erzählen so spontan, lebendig und frisch, witzig und tiefsinnig, eben weil nichts einstudiert, sondern in unseren Vorgesprächen lediglich angestoßen, erinnert, bewusst gemacht worden war. Besonders gefallen hat mir, dass die beiden nicht nur den Zuhörern, sondern auch einander erzählten. Diese Bezogenheit der Erzähler untereinander war mir bereits bei dem ersten Treffen, der Reise nach Ostafrika, sehr angenehm aufgefallen. Erzählen ist eben auch Beziehung (er)leben und es ist mir ein Anliegen, diesen Aspekt für künftige Treffen im Blick zu behalten. Für mich war es ein rundum stimmiger Abend. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben.

Antonia Fehrenbach




Ein Dankeschön auch an Svenja Krüger, die uns so treffend ins Bild gesetzt hat. ;-)
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